ForsideBøgerMünz, Maass Und Gewichtsk… Erster Und Zweiter Band

Münz, Maass Und Gewichtskunde
Erster Und Zweiter Band

Forfatter: Alexander Lachmann

År: 1860

Forlag: Verlag von Ernst Schäfer

Sted: Leipzig

Sider: 850

UDK: 389

Neueste illustrierte Münz-, Maß- und Gewichtskunde und kurze Handelsgeographie aller Länder mit Abbildung und Beschreibung der jetzt kursierenden Gold- und Silbermünzen, nebst Angabe ihres Gewichts, Feingehalts, ihrer Geltung und ihres Wertes nach den neuesten gesetzlichen Bestimmungen, im 30-Thlr.-Fuß, im 45-Fl.-Fuß und im 52½-Fl.-Fuß.

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Side af 812 Forrige Næste
181 Die Bodenbeschaffenheit ist auf dem Festlande wie auf den Inseln eine vorherrschend gebirgige; die griechischen Gebirge, die an einzelnen Punkten die ansehnliche Höhe von 8000 F. erreichen, durchziehen mit ihren vielfachen Verzweigungen das ganze Festland und laufen in zahlreiche Vorgebirge aus, indem sie abwechselnd hier grotesk aufgebaute, wilde Felsschluchten, dort anmulliige Thaier bilden; an ansehnlichen Ebenen mit reichem und fruchtbarem Boden fehlt es nicht. Naturprodukte: Der fruchtbare Ackerboden der Thäler und Ebenen erzeugt Mais, Weizen, Buchweizen, Reis, Gerste, wenig Roggen und Hafer; ferner Hülsenfrüchle, namentlich in Menge die aromatische Schminkbohne; Gemüse z. B. Blumenkohl, dann Melonen von ausgezeichneter Grösse, Wein in vielen edlen Sorten, namentlich auf den Inseln z. B auf Milo. Stampalia, Santoria u. a. Korinthen, vorzugsweise auf Morea, Baumwolle, obwohl von geringerer Qualität; die bessere auf der Insel Milo; Tabak von vorzüglicher Güte bei Argos und Kalamata; Flachs, Hanf, deren Kultur im Aufblühen; Mohn, Krapp; ferner Maulbeerbäume in Lakonien und Messenien, Achaja und au( der Insel Thermia. Oliven-, Kastanien-, Mandel-, Feigen- und Orangenhaine, sehr schön namentlich auf den Inseln Naxos und Ägina, sowie in Phocis; wenig Kirschen-, Aepfel- und Birnenbäume; Galläpfeleichen, Lorbeer-und Johannisbrodbäume; unsere Waldbäume auf den Höhenzügen der Gebirge etc. Unter den Produkten des Thierreichs sind zu nennen: Rinder von vorzüglicher Schönheit in Livadien; Pferde von kleiner Statur aber grosser Ausdauer, besonders auf der Insel Stampania; Esel von kräftigem Ban, ausschliesslich zum Transport verwendet; Ziegen und schöne Schafe in Messonien und Arkadien, wild auf den Bergen; Schweine in Arkadien; Hirsche und Rehe in den Waldungen der Anhöhen, ebendaselbst Raubthiere, namentlich Schakals, im Ganzen viele kleine, wenig grosse Raublhiere; zahlreiches und sehr verschiedenartiges Geflügel; Bienen, besonders in Attika, da in der dortigen Gegend die Flur das ganze Jahr hindurch mit duftenden Blumen und Kräutern geschmückt ist; viele Fische an den Küsten des Festlandes und der Inseln, Korallen, Schwämme. Produkte des Mineralreichs: Marmor, aus den grossen und berühmten Brüchen von Poros, lithographische Schiefer auf Euböa von bekannter Vortrefflichkeit, Mühlsteine vorzüglich auf der Insel Milo, Smirgel, Walkererde, Alabaster, Salz- und Mineralquellen, z B. auf der Insel Milo und in Phocis, Schwefel, Alaunschiefer, Eisen-, Blei- und Kupfererze, ebenfalls auf Milo und auf der Insel Serfo, Zinkblende, vererztes und gediegenes Silber in nur sehr geringer Menge, ebenso Stein- und Braunkohlen auf Euböa. Die Anzahl der Flüsse, die das Flachland bewässern, sind ebenso unbedeutend, als wenig zahlreich; nur einer ist schiffbar, der grösste Fluss im ganzen Königreich, Namens Rufia; der auf dem Centralplateau Moreas entspringend in den Meerbusen von Arkadien sich ergiesst. — Auch die